Literaturbrevier

Clemens Brentano: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl

Was sind alle Leiden, alle Begierden meiner Brust, die Sterne gehen ewig unbekümmert ihren Weg, wozu suche ich Erquickung und Labung und von wem suche ich sie und für wen?

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mein Herr, ein jeder Mensch hat, wie Hirn, Herz, Magen, Milz, Leber und dergleichen, auch eine Poesie im Leibe, wer aber eines dieser Glieder überfüttert, verfüttert, oder mästet, und es über alles andre hinüber treibt, ja es gar zum Erwerbzweig macht, der muss sich schämen vor seinem ganzen übrigen Menschen.

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Aber es hilft nichts, es ist doch alles viel, viel besser auf Erden, als wir Menschen es verdienen, und gallenbittre Tränen sind noch viel zu süße.

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Die er am härtesten schlägt, sind seine liebsten Kinder.

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