Literaturbrevier

Matthias Claudius: Briefe

Du pro tempore Bändiger des Bucephalus der Bückeburgischen Geistlichkeit [...]
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Ich habe Sie herzlich lieb, Sie Aloe in der Bückeburger Heide, und wünsche oft, daß Sie Ihr Wesen in Hamburg hätten.
(Claudius an Herder, 20. September 1771 bzw. Herbst 1772)

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Von Hamann habe ich diesen Winter verschiedene Briefe gehabt, die ich alle gelesen, aber, versteht sich, nicht verstanden habe. Indes versteht man doch hie und da ein halbes Wort, und wer hat es denn gesagt, daß man alle Briefe verstehen soll, die man liest? Ich danke Ihnen aber recht sehr, daß Sie mich mit dem Zeichendeuter bekannt gemacht haben, ich mag gern mit ihm zu tun haben.
(Claudius an Herder, am 6. Mai 1775)

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Was Ihr von den Wundern und Werken Jesu und dem Glauben und Unglauben sagt, hat mir am besten gefallen und ist, glaub' ich, lauter Wahrheit. Übrigens habt Ihr wieder, wie Ihr pflegt, brav patzig gegen Euer Kollegium getan, und sie werden nichts ermangeln, es Euch wieder einzutreiben, wie das denn auch recht und billig ist.
(Claudius an Herder, am 1. September 1775)

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