Literaturbrevier

Das Buch Ezechiel

  Dann werden mitten in Jerusalem Väter ihre Kinder essen und Kinder ihre Väter.
(5,10a)

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  Jetzt ist das Ende für dich da; ich lasse meinen Zorn gegen dich los, ich spreche dir das Urteil, das dein Verhalten verdient, und strafe dich für all deine Gräueltaten.
  Mein Auge zeigt kein Mitleid und ich übe keine Schonung, sondern dein Verhalten lasse ich auf dich zurückfallen und deine Gräueltaten sollen sich in deiner Mitte auswirken. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.
(7,3-4)

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  Und weil alle schuldig sind, wird keiner sein Leben festhalten können.
(7,13)

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  Das Wort des Herrn erging an mich:
  Menschensohn, mach Jerusalem seine Gräueltaten bewusst!
  Sag: So spricht Gott, der Herr, zu Jerusalem: Deiner Herkunft und deiner Geburt nach stammst du aus dem Land der Kanaaniter. Dein Vater war ein Amoriter, deine Mutter eine Hetiterin.
  Bei deiner Geburt, als du geboren wurdest, hat man deine Nabelschnur nicht abgeschnitten. Man hat dich nicht mit Wasser abgewaschen, nicht mit Salz eingerieben, nicht in Windeln gewickelt.
  Nichts von all dem hat man getan, kein Auge zeigte dir Mitleid, niemand übte Schonung an dir, sondern am Tag deiner Geburt hat man dich auf freiem Feld ausgesetzt, weil man dich verabscheute.
(16,1-5)

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  Wie eine Blume auf der Wiese ließ ich dich wachsen. Und du bist herangewachsen, bist groß geworden und herrlich aufgeblüht.
(16,7a)

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  Ihr macht Sodom mit euren Sünden gerecht.
(16,52 [nach Luthers Tischreden])

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  Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schä:men und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast — Spruch Gottes, des Herrn.
(16,63)

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  Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben.
  Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben.
   Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen — Spruch Gottes, des Herrn — und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?
(18,21-23)

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