Literaturbrevier

Franz Grillparzer: Der Traum ein Leben

Z a n g a. Da fühlt' ich mein Herz sich wandeln,
Jeder Zweifel war besiegt,
Klar ward's, daß im Tun und Handeln,
Nicht im Grübeln 's Leben liegt.

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D e r   M a n n   v o m   F e l s e n. Willst mit andrer Taten prahlen,
Willst mit fremdem Golde zahlen?
Glück und Unrecht? Luft'ger Wahn!
Rühm dich des, was du getan!

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R u s t a n. Eines nur ist Glück hinieden,
Eins, des Innern stiller Frieden,
Und die schuldbefreite Brust.
Und die Größe ist gefährlich,
Und der Ruhm ein leeres Spiel;
Was er gibt, sind nicht'ge Schatten,
Was er nimmt, es ist so viel.

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