Literaturbrevier

Jacobus de Voragine: Legenda Aurea

Warum zögerst du? Fang an, du Sohn des Teufels, dein Verlangen nach meinen Qualen zu befriedigen.

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Unter ihnen war übrigens einer, der wegen Christus mehrmals seiner vielen Reichtümer beraubt worden war und ständig rief: »Christus werdet ihr mir wenigstens nicht wegnehmen.«

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Es ist deine Demut, in der ich dir unterlegen bin.

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»Gewiß habe ich gute Brüder gefunden, aber ihre Wohnung hat keine Tür. Denn jeder, der will, tritt ein in den Stall und bindet den Esel los.« Er meinte damit, daß alles, was in ihren Herzen war, sofort auf ihren Lippen war.

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Darauf stießen ihm die Henker eiserne Kämme tief in das Innere des Brustkorbes, so daß das Blut über seinen ganzen Körper strömte und die Eingeweide sichtbar wurden, nachdem die Rippen ihre feste Verbindung verloren hatten.

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Darauf wurde er von der Folter genommen und zu einem Feuerrost geschleppt. Er wirft den Henkern ihre Langsamkeit vor und kann es nicht erwarten, die Qualen endlich zu erleiden. Freiwiilig steigt er auf den Rost, läßt sich dort braten, rösten und brennen. In seinen ganzen Körper werden eiserne Haken und glühende Bleche getrieben, und während er vom Feuer erfaßt wird, entstehen in seinen Wunden neue Wunden. Außerdem wird Salz in das Feuer gestreut, damit es auf seinen schon überall mit Wunden bedeckten Körper spritze und er von den zischenden Flammen noch grauenvoller verbrannt werden. Nunmehr dringen die Eisen nicht mehr nur in die Glieder, sondern in die Eingeweide, und seine inneren Organe quellen aus seinem Leib nach außen.

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»Fesselt ihn, renkt ihm die Arme aus, bis seine Gelenke auseinanderbrechen, so daß man durch die Öffnungen seiner Wunden bloße Leber zucken sieht.« Da lachte der Kämpfer Christi und schimpfte über die blutverschmierten Hände, weil der Nagel nicht tief genug in die Glieder eindrang.

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